Hallo Bodo,
"Ausgerechnet der Verein, der über fast zehn Jahre von einem Herrn Klaus Schlappner trainiert wurde, der einst für die NPD für den Bundestag kandidiert hat. Auch so ein Saustall..."
Schlappner ist 1987 (also vor 21 Jahren) nach sieben Jahren Trainerdasein von Mannheim weg und kam 1996/1997 für eine Saison zurück. Was mittlerweile auch 11 Jahre her ist. Wenn man Dich so liest, möchte man meinen, dass es sich hier um erblichen Sündenfall handelt und Waldhof Mannheim für alle Zeiten schlappnerverseucht ist. Wenn man Dich so liest -und das selbstgewählte Wort Polemik ist an der Stelle nicht deplatziert- kommt man zu dem Ergebnis, dass auch das Tragen eines Rettershirts für Hopp&Co. nichts ändern würde und es würde Hopp auch nicht helfen, wenn er St. Pauli in der Not finanziell unter die Arme greifen würde, Dein Hass auf diesen Verein sitzt so richtig tief.
Zum Thema Streber fiel mir nur meine ehemalige Mitschülerin Edith ein: Abiturschnitt unter 1,0 (0,84), aus sehr wohlhabendem Haus, geniale Violinistin, Sprach- und Naturwissenschaftstalent, mittlerweile Neurochirurgin - und eine der sympathischsten, hilfsbereitesten und nettesten Personen, die ich in meinem Schülerleben kennengelernt habe. Für andere war sie ein Streber, ich hielt sie immer für ein Phänomen und konnte das -wie viele andere nicht- auch neidlos anerkennen.
Was die straftatbestanderfüllenden Fouls angeht, da haben wir jemand in den Reihen, der sowas auch kann, das ist kein Hoffenheim-Privileg. Aber es ist völlig unerheblich, was sie tun - es ist ohnehin alles verwerflich. Dein Beitrag ist das beste Beispiel. Und das Fokussieren auf den Mäzen dahinter (ich verstehe immer noch nicht den verdammenswerten Unterschied zwischen einem Großsponsor und einem Mäzen) und damit verbundene Entfernung vom spielerischen Erfolg, der unbestritten und verdient den Spitzenplatz zur Folge hatte, klingt nach Gift, Galle und ... setz einfach irgendwas ein.
Wie schön, dass wir Fans des FC St. Pauli sind, wo man durchaus konträre Meinungen haben kann. Auch mal sehr konträr. Aber vielleicht wird mir als Folge dieses Beitrags wieder mal das Fan-Sein für den Magischen FC abgesprochen, weil sich das nicht vereinbart blabla. Ich weiß schon, wo mein Herz ist und wofür ich fast jedes zweite Wochenende 600 km irgendwie zurücklege und zu Auswärtsspielen fahre, so oft ich kann. Ich weiß aber auch, was mir an Hoffenheim gefällt und deswegen ist mir das nachgerade scheißegal, ob ich Hoffenheim als St. Pauli Fan gut finden darf. Ich tue es einfach. Forza Meinungsfreiheit.
Forza St. Pauli und 3 Punkte morgen.
Daniela
Am 6. Dezember 2008 01:28 schrieb Hansi Bargfrede boceda@yahoo.de:
Moin Piraten,
Hoffenheim ist immer noch Erster. Jetzt aber punktgleich mit dem FCB. Nur das die Bayern nicht so viele Tore geschossen haben. Aber heute dafür das entscheidende mehr. Ich habe mich seit den 70ern des vorigen Jahrhunderts nicht mehr so über einen Sieg der Bayern gefreut. Als die Emporkömmlinge aus der Kurpfalz kurz nach der Halbzeit durch den unvermeidlichen Ibisevic in Führung gingen, befürchtete ich, dass dieser Albtraum überhaupt kein Ende mehr nimmt. Okay, okay, es ist ja nicht so, dass die Mannschaft nicht herausragende Fußballer in ihren Reihen hat und diese ihr Können auch anwenden. Ich habe aber eine natürliche Aversion gegen jede Art von Emporkömmlingen. Schon in der Schule habe ich die Streber gehasst. Auch wenn sie über herausragende, schulische Qualitäten verfügten. Am meisten habe ich sie verabscheut, wenn sie auch noch aus so genanntem guten Hause kamen. In Blankenese, wo ich aufgewachsen bin, hatte ich genügend dieser abstoßenden Beispiele. Wenn da die guten, schulischen Leistungen nachließen, kam Papa und hat es mit Geld und Einfluß schon gerichtet. Zum Ko.... diese Typen. Und die Streber der Liga sind die Hoffenheimer. Und aus sehr gutem Hause kommen sie auch noch. Da es absehbar ist, wann sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurück fallen, ist es auch absehbar, dass Papa SAP dann wieder seine Schatulle öffnen und seine Beziehungen spielen lassen wird, um sein Baby wieder Richtung Klassenprimus zu puschen. Und um die Polemik noch auf die Spitze zu treiben; mir ist dieser Ralf Rangnick schon unsympathisch, seit ich ihn einst als Trainer beim SSV Ulm 1846 erleben musste. Ich hatte schon gehofft, ihn nicht mehr sehen und hören zu müssen. Statt dessen steht er, nach einigen Abstürzen als Trainer, wieder ganz oben und verhält sich wieder genau so, wie damals mit Ulm. Als hätte er das lauwarme Wasser erfunden. Erst wenn zumindest der Manager von Hoppenheim glaubwürdig mit einem Retter-Shirt rumläuft, würde ich eventuell darüber nachdenken, ob ich diesen Provinzverein mit weniger Voreingenommenheit betrachten möchte. Aber daran ist ja nicht zu denken. Was mich heute auch stark für die Bayern eingenommen hat, war der Hype in allen Medien und die Aussagen von Menschen in meiner Umgebung, die sich sonst überhaupt nicht für Fußball interessieren, dass sie alle den Hoppenheimern die Daumen drücken. Geradezu widerwärtig, wie sich dieser Verein als Underdog feiern läßt, obwohl ihm sämtliche Attribute eines Underdogs fehlen. Wenn sich dieser Club wenigstens über Jahre mit kleinem Etat durch die unteren Ligen gequält und mit Leistung und dem - mehr oder weniger - selben Kader nach oben gespielt hätte, könnte man ja vom Underdog reden. So aber kommt mir der Verein vor, wie ein armer Schlucker, der plötzlich Millionen im Lotto gewinnt, sich die tollsten Dinge kauft und so tut, als gehöre er jetzt zur besseren Gesellschaft. Ich hoffe sehr, dass die Rückrunde einiges wieder gerade rückt und die Blase Hoppenheim endlich platzt. Immerhin wissen die anderen Vereine der ersten Liga jetzt, wie sie spielen. Und heute haben sie es ja auch wieder eindrucksvoll gezeigt. Als sie merkten, dass sie mit ihrem Power-Kombinationsfußball gegen den FCB nicht landen konnten, spielten sie - wie gegen Werder - wieder saumäßig, brutale Fouls, die zum Teil den Starftatbestand der schweren Körperverletzung erfüllten. Der feine Herr Hopp hat jetzt auch noch dem SVW Mannheim, in deren Stadion die SG Hoppenheim spielt, bis die Protzschüssel in Hoffenheim-Sinsheim zwischen die Kuhställe und Misthaufen fertig gestellt ist, einen Batzen Kohle zukommen lassen, damit sich auch dieser Club wieder nach oben kaufen kann. Ausgerechnet der Verein, der über fast zehn Jahre von einem Herrn Klaus Schlappner trainiert wurde, der einst für die NPD für den Bundestag kandidiert hat. Auch so ein Saustall. Die kennen keine Moral.
Forza FC St. Pauli, Bodo
Life is what happens, while you´re busy making other plans. (John Lennon 1940 - 1980)
Was ich unheimlich schade finde, ist die Tatsache, dass ich gerade keine paar Millionen in meiner persönlichen Portokasse habe, ich wüsste gerne, ob ich die bei Corny unterkriegen würde oder ob man mich vom Hof jagen würde, weil man keine Geschenke will und sich lieber alles selbst erarbeitet. Wenn ich Hopp wäre, würde ich das aus reinem Interesse mal versuchen. Ob pecunia letztendlich doch non olet.
;-)
Am 6. Dezember 2008 08:42 schrieb Jekylla jekylla@googlemail.com:
Hallo Bodo,
"Ausgerechnet der Verein, der über fast zehn Jahre von einem Herrn Klaus Schlappner trainiert wurde, der einst für die NPD für den Bundestag kandidiert hat. Auch so ein Saustall..."
Schlappner ist 1987 (also vor 21 Jahren) nach sieben Jahren Trainerdasein von Mannheim weg und kam 1996/1997 für eine Saison zurück. Was mittlerweile auch 11 Jahre her ist. Wenn man Dich so liest, möchte man meinen, dass es sich hier um erblichen Sündenfall handelt und Waldhof Mannheim für alle Zeiten schlappnerverseucht ist. Wenn man Dich so liest -und das selbstgewählte Wort Polemik ist an der Stelle nicht deplatziert- kommt man zu dem Ergebnis, dass auch das Tragen eines Rettershirts für Hopp&Co. nichts ändern würde und es würde Hopp auch nicht helfen, wenn er St. Pauli in der Not finanziell unter die Arme greifen würde, Dein Hass auf diesen Verein sitzt so richtig tief.
Zum Thema Streber fiel mir nur meine ehemalige Mitschülerin Edith ein: Abiturschnitt unter 1,0 (0,84), aus sehr wohlhabendem Haus, geniale Violinistin, Sprach- und Naturwissenschaftstalent, mittlerweile Neurochirurgin - und eine der sympathischsten, hilfsbereitesten und nettesten Personen, die ich in meinem Schülerleben kennengelernt habe. Für andere war sie ein Streber, ich hielt sie immer für ein Phänomen und konnte das -wie viele andere nicht- auch neidlos anerkennen.
Was die straftatbestanderfüllenden Fouls angeht, da haben wir jemand in den Reihen, der sowas auch kann, das ist kein Hoffenheim-Privileg. Aber es ist völlig unerheblich, was sie tun - es ist ohnehin alles verwerflich. Dein Beitrag ist das beste Beispiel. Und das Fokussieren auf den Mäzen dahinter (ich verstehe immer noch nicht den verdammenswerten Unterschied zwischen einem Großsponsor und einem Mäzen) und damit verbundene Entfernung vom spielerischen Erfolg, der unbestritten und verdient den Spitzenplatz zur Folge hatte, klingt nach Gift, Galle und ... setz einfach irgendwas ein.
Wie schön, dass wir Fans des FC St. Pauli sind, wo man durchaus konträre Meinungen haben kann. Auch mal sehr konträr. Aber vielleicht wird mir als Folge dieses Beitrags wieder mal das Fan-Sein für den Magischen FC abgesprochen, weil sich das nicht vereinbart blabla. Ich weiß schon, wo mein Herz ist und wofür ich fast jedes zweite Wochenende 600 km irgendwie zurücklege und zu Auswärtsspielen fahre, so oft ich kann. Ich weiß aber auch, was mir an Hoffenheim gefällt und deswegen ist mir das nachgerade scheißegal, ob ich Hoffenheim als St. Pauli Fan gut finden darf. Ich tue es einfach. Forza Meinungsfreiheit.
Forza St. Pauli und 3 Punkte morgen.
Daniela
Am 6. Dezember 2008 01:28 schrieb Hansi Bargfrede boceda@yahoo.de:
Moin Piraten,
Hoffenheim ist immer noch Erster. Jetzt aber punktgleich mit dem FCB. Nur das die Bayern nicht so viele Tore geschossen haben. Aber heute dafür das entscheidende mehr. Ich habe mich seit den 70ern des vorigen Jahrhunderts nicht mehr so über einen Sieg der Bayern gefreut. Als die Emporkömmlinge aus der Kurpfalz kurz nach der Halbzeit durch den unvermeidlichen Ibisevic in Führung gingen, befürchtete ich, dass dieser Albtraum überhaupt kein Ende mehr nimmt. Okay, okay, es ist ja nicht so, dass die Mannschaft nicht herausragende Fußballer in ihren Reihen hat und diese ihr Können auch anwenden. Ich habe aber eine natürliche Aversion gegen jede Art von Emporkömmlingen. Schon in der Schule habe ich die Streber gehasst. Auch wenn sie über herausragende, schulische Qualitäten verfügten. Am meisten habe ich sie verabscheut, wenn sie auch noch aus so genanntem guten Hause kamen. In Blankenese, wo ich aufgewachsen bin, hatte ich genügend dieser abstoßenden Beispiele. Wenn da die guten, schulischen Leistungen nachließen, kam Papa und hat es mit Geld und Einfluß schon gerichtet. Zum Ko.... diese Typen. Und die Streber der Liga sind die Hoffenheimer. Und aus sehr gutem Hause kommen sie auch noch. Da es absehbar ist, wann sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurück fallen, ist es auch absehbar, dass Papa SAP dann wieder seine Schatulle öffnen und seine Beziehungen spielen lassen wird, um sein Baby wieder Richtung Klassenprimus zu puschen. Und um die Polemik noch auf die Spitze zu treiben; mir ist dieser Ralf Rangnick schon unsympathisch, seit ich ihn einst als Trainer beim SSV Ulm 1846 erleben musste. Ich hatte schon gehofft, ihn nicht mehr sehen und hören zu müssen. Statt dessen steht er, nach einigen Abstürzen als Trainer, wieder ganz oben und verhält sich wieder genau so, wie damals mit Ulm. Als hätte er das lauwarme Wasser erfunden. Erst wenn zumindest der Manager von Hoppenheim glaubwürdig mit einem Retter-Shirt rumläuft, würde ich eventuell darüber nachdenken, ob ich diesen Provinzverein mit weniger Voreingenommenheit betrachten möchte. Aber daran ist ja nicht zu denken. Was mich heute auch stark für die Bayern eingenommen hat, war der Hype in allen Medien und die Aussagen von Menschen in meiner Umgebung, die sich sonst überhaupt nicht für Fußball interessieren, dass sie alle den Hoppenheimern die Daumen drücken. Geradezu widerwärtig, wie sich dieser Verein als Underdog feiern läßt, obwohl ihm sämtliche Attribute eines Underdogs fehlen. Wenn sich dieser Club wenigstens über Jahre mit kleinem Etat durch die unteren Ligen gequält und mit Leistung und dem - mehr oder weniger - selben Kader nach oben gespielt hätte, könnte man ja vom Underdog reden. So aber kommt mir der Verein vor, wie ein armer Schlucker, der plötzlich Millionen im Lotto gewinnt, sich die tollsten Dinge kauft und so tut, als gehöre er jetzt zur besseren Gesellschaft. Ich hoffe sehr, dass die Rückrunde einiges wieder gerade rückt und die Blase Hoppenheim endlich platzt. Immerhin wissen die anderen Vereine der ersten Liga jetzt, wie sie spielen. Und heute haben sie es ja auch wieder eindrucksvoll gezeigt. Als sie merkten, dass sie mit ihrem Power-Kombinationsfußball gegen den FCB nicht landen konnten, spielten sie - wie gegen Werder - wieder saumäßig, brutale Fouls, die zum Teil den Starftatbestand der schweren Körperverletzung erfüllten. Der feine Herr Hopp hat jetzt auch noch dem SVW Mannheim, in deren Stadion die SG Hoppenheim spielt, bis die Protzschüssel in Hoffenheim-Sinsheim zwischen die Kuhställe und Misthaufen fertig gestellt ist, einen Batzen Kohle zukommen lassen, damit sich auch dieser Club wieder nach oben kaufen kann. Ausgerechnet der Verein, der über fast zehn Jahre von einem Herrn Klaus Schlappner trainiert wurde, der einst für die NPD für den Bundestag kandidiert hat. Auch so ein Saustall. Die kennen keine Moral.
Forza FC St. Pauli, Bodo
Life is what happens, while you´re busy making other plans. (John Lennon 1940 - 1980)