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Stefan
Beginn der weitergeleiteten Nachricht:
Datum: Fri, 12 Aug 2022 17:04:36 +0000 Von: Südkurve Sankt Pauli kontakt@ultra-stpauli.de Betreff: Heimspiel, "Alle in Weiß nach Rostock" & BWH-Statement gegen Polizeigewalt
** Moin Südkurve,
das nächste Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg steht an. Ihr wisst also was euch erwartet: Wir schauen auf unser vergangenes Aufeinandertreffen der Saison 2006/2007 zurück und geben euch ein kleines Statusupdate über unseren kommenden Gast. So heiß wie die Temperaturen draußen sind wir auch schon auf's nächste Auswärtsspiel: Hansa Rostock erwartet uns und natürlich haben wir großes vor: Lest den Aufruf zu unserer Tour aufmerksam durch und schließt euch der wilden Sause an! Passend möchten wir noch einen wichtigen Kommentar zum Thema Hitze mit euch teilen und anschließend folgen wie immer die wichtigsten Infos über die Südkurvenmitgliedschaften. Den Abschluss unserer Sommeredition macht unsere Lieblings-Fanhilfe mit einem Statement zur aktuellen, hitzigen Situation mit der Polizei.
** Auswärts
[Bild 1]
Hallo St. Pauli-Fans!
Endlich wird es langsam wieder wilder! Nach einem Ausflug in die Provinz bleiben wir dieses Mal im Norden, um unsere Mannschaft zu unterstützen. Seit 30 Jahren haben die Spiele gegen Hansa Rostock eine besondere Bedeutung. Mal trafen wir uns in sportlich guter Ausgangslage, mal in schlechter - doch immer ging es um so viel mehr als den sportlichen Erfolg. Es treffen Welten aufeinander. Es sind auch diese Tage, auf die es ankommt, wenn davon gesprochen wird, für Werte einzustehen, zu zeigen, wer wir sind und die große "Idee St. Pauli" mit heißem Herzen und Leidenschaft zu repräsentieren. Seid dabei und macht den Unterschied!
Schließt euch zusammen für ein weiteres Abenteur und einen unvergesslichen Ausflug! Organsiert euch Tickets und kommt zu den großen Treffpunkten!
7:30 Reisezentrum Hauptbahnhof und gemeinsame Anreise mit dem Zug.
Für alle anderen: 11 Uhr Rostock HBF. Von dort gehen wir gemeinsam zum Stadion.
Kommt alle in weißen Shirts!
St. Pauli, dein Herz sind die Fans in der Kurve - und es schlägt!
Als Südkurvenmitglieder habt ihr wie gewohnt die Möglichkeit Tickets über away@ultra-stpauli.de (mailto:away@ultra-stpauli.de) zu beziehen unter Angabe eurer Südkurvennummer, Name und der Info ob ermäßigt/Vollzahler.
Preise: 18€ ermäßigt/ 20€ Vollzahler
[Bild 2]
** Gegnervorstellung: 1. FC Magdeburg
Tribüne: NAC Breda, Baník Ostrava, Beroe Stara Sagora, Sporting Lissabon und im Finale der AC Mailand. Während wir bis heute in Liedern davon träumen, Europacupsieger zu sein, ehe wir aufwachen und in Kaiserslautern verlieren, hat unser nächster Heimspielgegner genau das erreicht: In der Saison 1973/1974 krönte sich der 1. FC Magdeburg nach Aufeinandertreffen mit obigen Vereinen zum einzigen Europapokalsieger der Pokalsieger aus der DDR. Daher rührt auch das überzeichnete Selbstbild der Magdeburger Fanszene: „Noch ist Magdeburg nicht verloren – Noch sind wir die Größten auf der Welt“. Stabile Ansage, wenn dein Club seit Jahrzehnten nur noch Blumentöpfe abräumt. Aus diesen Worten spricht jedoch die Überzeugung, dass die Magdeburger Fanszene zumindest ein ordentliches Kaliber auf den Rängen ist. Geschlossene Klatscheinlagen, brachiale Schlachtrufe und Wechselgesänge, die Schule machen. Beim 1. FCM sind das keine Floskeln. Die Ultras von Block U zählen akustisch tatsächlich zu den Top-Adr essen in Deutschland. Ihre Gesänge sind manchmal melodisch, überwiegend aber durch die polnische Fankultur geprägt, besonders natürlich durch die Freundschaft zu den Hools des drittklassigen Teams Hutnik Kraków. Auch die mittige Positionierung der Trommeln auf einem Podest erinnert an Polen. Ganz einheitlich ist der polnische Stil nicht, denn neben Horrorfans-Graffiti und Hooligan-h prangen „Original Ultra“- Wandbilder der Blue Generation. Selbige hisst auch gelegentlich ein „Blue Generation Action“- Banner, das mit seinen blau-weißen Fahnen im Kreis an das Logo der Antifaschistischen Aktion angelehnt ist. Ein paar Meter weiter verkündet die alte Commando East Side-Fahne „Gott will es“. Stilistische Einheit und Einigkeit besteht dann aber wieder bei der Organisationsform des Block U. Genau wie jede große polnische Fanszene Fanclubs hinter sich versammelt, die aus nahegelegenen Orten kommen und ggf. auch den lokalen Fußballverein unterstützen, unterstreicht das Zaun- und Schwenkfahnenbil d des Block U seine Regionsgebundenheit und damit verknüpften territorialen Ansprüche. Ob (Süd-)Harz, Jerichower Land, Bernburg, Sektion Börde, Bezirk 39, Wittenberg oder der Fanclub Salzwedel/Seehausen. Alle buhlen sie um die Vorherrschaft in teils umkämpften Regionen – ein Phänomen, das viele ostdeutsche Fanszene kultivieren und das eben in Polen seinen Ursprung hat. Wohin diese Kämpfe führen können, hat der 1. Oktober 2016 schmerzlich gezeigt. An diesem Tag stürzte FCM-Fan Hannes aus einem Zug, in dem die Hallenser Fanszene reiste und ihn bedrängte, und verstarb. Auch wenn die Umstände des Todes als nicht final geklärt gelten, die Verwicklung der Hallenser ist zweifellos. Aus diesem Grund bleiben seitdem alle organisierten Magdeburger Gruppen den Derbys gegen den Halleschen FC in Gedenken an Hannes fern.
Rasen: Auf dem Feld wartet mit dem 1. FC Magdeburg der letztjährige Meister der 3. Liga auf unsere Boys in Brown. Trotz einer durchaus berauschenden Saison in Liga 3 ist das Team des ehemaligen Rautentrainers Christian Titz in dieser Spielzeit eher eine Wundertüte. Ihr Saisonstart lässt aber vermuten, dass die Reise der Magdeburger nicht weit über das erklärte Saisonziel des Klassenhalts hinausgehen dürfte. Zuhause setzte es zwei knappe Niederlagen in der Liga gegen Düsseldorf und Kiel, sowie eine Niederlage im Pokal gegen den Europa League-Sieger Eintracht Frankfurt. Auswärts wiederum holten die Bördeländer ihren ersten Saisonsieg beim KSC, wo sie nach einem fulminanten Beginn schnell 3:0 führten, dann aber „nur“ mit 3:2 siegten. Dass wir unseren Gegner durchaus ernstnehmen und nicht unterschätzen sollten, zeigt auch das letztjährige Pokalspiel, wo wir uns nur denkbar knapp in der ersten Runde gegen den 1. FC Magdeburg durchsetzen konnten. Ganze 40 Mal schossen die Maggis seinerzeit auf unser Tor – DFB-Pokal-Torschussrekord. Beim letzten Ligaspiel putzten wir den einstigen Europacupsieger mit 4:1 weg. Ein solches Resultat wäre auch jetzt angezeigt, um nach der enttäuschenden Niederlage auf dem Betzenberg vergangene Woche den Anschluss nach oben nicht direkt zu verlieren. Wir träumen jedenfalls weiter und hoffen, am Sonntag kein böses Erwachen zu erleben.
** Der Blick zurück
Saison 2006/2007, letzter Spieltag, Magdeburg auswärts. Wir waren am Wochenende zuvor bereits gegen Dynamo Dresden in die zweite Liga aufgestiegen und eigentlich ging es für uns nur noch darum feuchtfröhlich von der oft tristen Regionalligazeit Abschied zu nehmen. Eigentlich, denn für unseren Konkurrenten von der Börde, immerhin einziger Europapokalsieger der DDR, ging es am letzten Spieltag noch um alles. Sie standen hinter uns auf Platz zwei, dicht gefolgt vom VFL Osnabrück, und konnten mit einem Sieg gegen unsere feiergeschädigte Truppe aus eigener Kraft ebenfalls den Aufstieg schaffen.
Es lag also eine gehörige Spannung über der Partie, die logischerweise restlos ausverkauft war. Der große FCM, wie er ja gerne von seiner Anhängerschaft betitelt wird, sollte wieder auferstehen und die triste Nachwendezeit, die den Absturz bis in die Oberliga beinhaltete, vergessen machen. Aufgrund des G7-Gipfels in Heiligendamm standen uns nicht die herkömmlichen Hundertschaften gegenüber, sondern eher das ältere Semester, das dem Dienstende am Schreibtisch entgegenfieberte, was zu einigen lustigen Vorfällen führte. Da war manch eine*r etwas überfordert.
Während die Maggis zu Spielbeginn ihren potentiellen Aufstiegstrainer abfeierten, schickten wir im Gästeblock die bekannten weißen Doppelhalter mit brauner Vivianschrift ins Rennen und richteten ein einfaches „Sankt Pauli“ gen Spielfeld. Hier agierten die Hausherren durchaus motiviert, verzweifelten aber mit der Zeit zusehend an unsere Defensive. Wie es im Fußball häufig so ist, fiel aus der Magdeburger Überlegenheit heraus urplötzlich das 1:0 für Sankt Pauli, was für die Magdeburger aber immer noch kein Beinbruch war, da Osnabrück zeitgleich gegen Ahlen sogar hinten lag. Als die Blau-Weißen dann sogar ausgleichen konnten, bebte das Magdeburger Stadion und der Aufstieg schien greifbar nah. Vielleicht zu nah. Osnabrück gelang es kurz vor Spielende doch noch zwei Tore zu erzielen und zog damit in letzter Sekunde am 1. FCM vorbei. Ein klassisches Herzschlagfinale.
Während im restlichen Stadion die Tränen flossen, dichteten wir den heimischen Gassenhauer „Auf geht’s Magdeburger Jungs, schießt ein Tor für uns“ kurzerhand in „Schade Magdeburger Jungs, Aufstieg nur für uns“ um und starteten im Gästeblock eine ordentliche Aufstiegspartie mit einer gehörigen Priese Schadenfreude. Die Maggis stürmten ihrerseits sogar noch den Platz und positionierten sich pöbelnd vor einer Polizeikette. In vorderster Front die rechten Hools, die später Modell für folgenden Kleber standen, der den Tag gelungen zusammenfasste:
[Bild 3]
** Südkurvenmitgliedschaft
für alle die es noch nicht sind, aber ganz schnell werden wollen, schaut beim Heimspiel an unserem Stand im Umlauf der Südkurve vorbei und holt euch eure Mitgliedschaft!
Noch nicht überzeugt? Warum ihr Teil unserer bunten & lebendigen Kurve werden solltet seht ihr hier:
[Bild 4]
[Bild 5]
** Kommentar zum Thema Hitze
Sommer, Sonne, Sonnenschein - viele von uns lieben diese Zeit und erfreuen sich der warmen Temperaturen.
Leider, und das kann man nicht oft genug erwähnen, bringt die Hitzewelle nicht nur schöne Seiten zum Vorschein: Unsere obdachlosen Mitmenschen sterben aufgrund von Dehydrierung und Hitze auf der Straße.
Was Du tun kannst um zu helfen:
Auch wenn der Kältebus, den viele aus dem Winter kennen, aktuell als Hitzebus in der Stadt unterwegs ist und wir dringend und endlich ein Ganzjahresnotprogramm benötigen, so können wir alle ein klein wenig mithelfen um Menschen auf der Straße die heißen Sommermonate ein bisschen erträglicher zu machen.
Ein kleiner Tipp für alle, die auch mal Auswärtsspiele unseres Vereins besuchen, da man oft nicht abschätzen kann, wie die Getränkesituation in fremden Stadien geregelt ist:
Nehmt Euch eine 0,5L PET-Flasche mit ins Stadion und füllt sie bei Bedarf mit Wasser auf.
Stay safe, stay hydrated! Klima geht uns alle an!
** Gedenkveranstaltung anlässlich des „Europäischen Holocaustgedenktag für Sinti und Roma“ ------------------------------------------------------------
gemeinsam mit weiteren Anhänger:innen des FC St. Pauli besuchten wir in der vergangenen Woche die Gedenkveranstaltung am Hannoverschen Bahnhof, zu welcher wir auch hier im Newsletter aufriefen. Zu der Veranstaltung eingeladen hatten der Fanladen St. Pauli, Fanräume e.V. und der FC St. Pauli. Wir möchten uns bei denen bedanken, die sich uns angeschlossen haben und danken den Veranstalter:innen für einen ehrwürdigen Gedenktag.
[Bild 6]
** „Wir machen hier die Regeln“ – oder das wunderliche Verhalten der Hamburger Polizei
pirates-leave@lists.kiezkicker.de Die Braun-Weisse Hilfe fordert die Polizei Hamburg, und hier explizit die Verantwortlichen Ohlmeyer und Grützmacher dazu auf, das aktuelle, eskalative Auftreten zu unterlassen! Das gesamte Statement findet ihr unter https://www.braunweissehilfe.de/news/2022/wir-machen-hier-die-regeln-oder-da...
Wir schließen uns der Braun-Weissen Hilfe in jedem Wort an und möchten euch bitten das Statement zu lesen und in euren Umkreisen zu teilen.
Gegen polizeiliche Gewalt und Willkür – Sankt Pauli hält zusammen!
[Bild 7]
** Streetart
[Bild 8 bis 10]
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