Am 14. April 2010 03:03 schrieb Stefan Rosskopf stadionbau@kiezkicker.de:
Am Tue, 13 Apr 2010 17:36:58 +0200 schrieb Björn Pahrmann privat bjoern.pahrmann@bjoern-pahrmann.de:
Insgesamt ausgewogen. Was allerdings die Zukunft der Vergabe der DKs betrifft, bin ich ein wenig überfragt, was die Andeutungen sollen. Szenen wie 1995 will ja wohl niemand mehr sehen, oder?
Och, wieso eigentlich nicht, immerhin bauen wir gerade ein neues Stadion, und auch 1995 habe ich eine Dauerkarte erhalten. Jeky ist bestimmt auch begeistert, wenn das so umgesetzt wird wie ich es mir im Moment vorstelle- das nämlich halt in der kommenden Saison alles beim alten bleibt, was die Stehplätze der Süd angeht, danach dann aber möglicherweise der Verein den Verkauf übernimmt- in welcher Form der das dann machen wird, ist zumindest mir ziemlich klar- jedenfalls nicht mehr nach dem Südkonzept, sondern so, dass es für ihn selbst am unproblematischten ist- eben mit DK-Vorkaufsrecht. Aber die Jeky hat sich ja eh überlegt sich nen Sitzplatz zu kaufen, und bis dahin sollte die Haupt ja hoffentlich stehen. :-)
Ist ja nicht so, dass Littmann diese Entscheidung für mich getroffen hat. Weiß auch nicht ganz, was ich nun in Deinem Beitrag zu suchen habe. Ob ich nun sitze, stehe oder mit dem Kopf nach unten vom Tribünendach hänge, ist mir relativ wurscht, ich würde nur gern weiter Spiele live am Millerntor mit meiner Bezugsgruppe zusammen sehen. Und davon bin ich genauso weit entfernt oder nah dran wie vorher auch.
Der Verein musste zumindest ein leichtes Zeichen nach außen setzen,
Unbestreitbar.
dass sie weiterhin oder wieder Herr im Hause/Stadion sind. Alles andere hätte unliebsame Konsequenzen seitens des Verbandes und der Ordnungsmacht nach sich gezogen.
Ohne Stadionverbote und Anzeigen auszukommen und trotzdem den Finger zu heben, liegt am unteren Ende der Maßnahmen, die aufgrund des öffentlichen Drucks möglich waren - meine Meinung.
Ich hätte nen Stadionverbot befürwortet, und zwar für diejenigen, die aktiv blockiert haben. Für den Rest der Saison. Und meinetwegen auch ein juristisches Verfahren (wobei das dann eh erstmal Sache des Ehrenrates wäre), denn so klar und eindeutig, wie der Verein das mit der Nötigung hinstellt (wenigstens ist man mittlerweile von der Körperverletzung und Freiheitsberaubung abgerückt) ist es halt dann wirklich nicht...
Das glaube ich gerne, dass Du das lieber hättest, der Unterschied liegt ja beim AKTIV blockieren. Da nicht versucht wurde, die Blockade zu durchbrechen (gottseidank), gab es keinen Anlass, von passiv auf aktiv umzuschalten, sonst wärst Du ja beim Stadionverbot sofort am Start. ;-) Dass das aber nicht folgenlos bleiben durfte, ist m.E. unstrittig.
Was der Verein aber jetzt andeutet, ist für mich deutlich mehr als nur die Finger zu heben, aber bevor ich da jetzt genauer werde, möchte ich morgen erstmal mit den Leuten vom FL und USP sprechen, die beim Gespräch heute (mitlerweile gestern- scheisse, ist es echt schon 3 Uhr?) anwesend waren.
Ein miteinander reden und aufeinander zugehen stelle ich mir jedenfalls etwas anders vor als direkt mal alles infrage zu stellen, was auch nur irgendwie greifbar ist.
So wie ich die Erklärung verstehe, ist nicht generell alles in Frage gestellt, sondern lediglich das "Hausrecht" für die Süd wieder übernommen worden. Einen Anlass, den Laden abzureißen, zu verbieten, Flugblätter zu verteilen etc etc sehe ich nirgends, sie behalten sich nur vor, bei ANLASS ihr Hausrecht auszuüben. Wie in allen anderen Kurven auch.
Mich hat diese Entscheidung gefreut, da ich mich zumindest vom Verein als Fan ernstgenommen fühle und meine Interessen eben nicht nebensächlich sind. Ich habe seit der Blockade mit den Sätzen "Ihr seid keine Fans" und "Ihr habt keine Rechte" gehadert, weil das genau der Eindruck ist, den man zunehmend hatte als "Normalfan". Wenn Littmann, wie es offensichtlich von Dir erwartet wurde, aus "Angst" vor den angedrohten Konsequenzen bei Sanktionen gekniffen hätte, wäre ich mehr als nur enttäuscht gewesen. Hat er aber nicht.
Die Stimmung beim Spiel war großartig und das Gefühl, wie das ist, wenn alle an einem Strang ziehen, war beim Support unbeschreiblich. Aber wenn das Problem, das nicht erst seit der Blockade besteht, nicht angegangen worden wäre, wäre diese Harmonie von kurzer Dauer gewesen. Da bin ich sicher.
Erik sagte am Montag, vielleicht hat das alles so eskalieren müssen, damit das, was "unter der Haut" schon lange gärte bei vielen, mal zu Tage kommt und auch Konsequenzen daraus gezogen werden, für einen neuen Start. Wenn es klappt, war die Blockade wenigstens für was gut. Ich für meinen Teil habe mit dem Thema dann abgeschlossen und geniesse meine letzten Spiele mit DK. Alles andere wird sich zeigen.
Gruß Daniela
Meine Webpojekte: http://www.stefan-rosskopf.de/ Wilder Büchertausch: http://kiezkicker.bookcrossing.com/ Schalke war heute eine Nummer zu groß für uns, nicht nur von der Größe her. (Bernd Schneider)
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